Haus am See, Heimbach/Eifel
Haus am See, Heimbach/Eifel
Haus am See, Heimbach/Eifel
Fotograf: mvmarchitekt + starkearchitektur
Titel:Haus am See, Heimbach/Eifel
Ort:Heimbach/Eifel, Im Sangert 23
Architekten:mvmarchitekt + starkearchitektur, Michael Viktor Müller, Sonja Starke, Köln
Bauherr:Sonja Starke, Michael Viktor Müller, Köln

 

Im Jahr 2004 wurde in der Nordeifel um die Stauseen von Rur und Urft der neue Nationalpark Nordeifel ausgerufen. Am Fuße dieses Nationalparks, in unmittelbarem Anschluss an den Rurstausee, bildet eine letzte Staustufe der Rur das Staubecken Heimbach, den See für das Haus am See.
Das Haus liegt auf einem stark ansteigenden Grundstück am Nordufer des Sees. In direkter Nachbarschaft befindet sich das "Rote Haus", das, entgegen dem Anschein, erst in den 1970er Jahren erbaut wurde.
Der Bebauungsplan weist an dieser Stelle ein Wochenendhausgebiet mit zahlreichen Einschränkungen aus. Verboten sind Eternit, Holz und Kunststoffverkleidungen, vorgeschrieben Satteldach, Eingeschossigkeit und helle Fassaden.

Der Baukörper entspricht den Vorgaben, deutet diese aber in prägnanter Weise. In der Nachbarschaft des romantisierend wirkenden "Roten Hauses" exponiert sich der Neubau in seiner schnörkellosen Rigididät und provoziert. Durch die homogene Oberfläche der mit Aluminiumblechen belegten Fassade wirkt das Gebäude wie ein massiver Block. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die durchgängige Verwendung der Aluminiumverkleidung für Dach und Fassaden sowie des gleichen Materials für die Klappläden an den wenigen Fenstern des Obergeschosses. Dieser zunächst so geschlossen erscheinende Baukörper wird von einem Verbindungsraum durchbrochen, der innenräumlich den Kontakt von See- und Eichenwaldseite herstellt und sich durch eine Boden, Wand und Decke überziehende Parkettverkleidung auszeichnet. Diese bleibt sowohl bei geöffneten als auch bei geschlossenen Fenstern der großen Panoramaöffnung außen ablesbar.

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